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FGM |
Eins unserer aktuellen
Projekte ist Aufklärung über die Praxis der weiblichen Beschneidung bzw.
Genitalverstümmelung (FGM) in Deutschland. Wir sind uns der wachsenden
Sensibilisierung der Öffentlichkeit für dieses Thema bewusst. Leider ist es oft
so, dass deutsche Organisationen, die sich mit FGM befassen, dabei inhaltlich
und formal die Afrikanerinnen nicht so vertreten können, wie wir uns selbst
vertreten würden. Außerdem haben sie auch von ihrer Organisationsstruktur her
kaum Zugang zur Mehrheit der Afrikanerinnen.
Deshalb bietet Maisha
Aufklärung und FGM-Prävention von Afrikanerinnen für Afrikanerinnen an; zuerst
durch Informationen zur rechtlichen Situation in Deutschland: wir wollen bei den
Müttern ein Bewusstsein für die Sanktionen gegen FGM schaffen. Statt dass sie
eine Gefängnisstrafe oder eine Ausweisung riskieren, binden wir sie ein in unser
Konzept. Wir bitten sie um Unterstützung, damit sie mit uns zusammen nach Wegen
suchen, um die Tradition so umzugestalten, dass ihre durchaus vorhandenen
wertvollen kulturellen Anteile erhalten bleiben. Kurz gesagt, wir wollen einen
kreativen Kompromiss aushandeln und gemeinsam neue gewaltlose Rituale zur Feier
afrikanischer weiblicher Initiation entwickeln.
Wir
glauben, daß es immens wichtig ist, daß afrikanische Frauen, die sich
entschließen, ihre Stimme gegen die Beschneidung zu erheben, sich auf breite
Unterstützung seitens ihrer eigenen Bevölkerungsgruppe verlassen können, nur so
entgehen sie der Isolation und die Idee kann in der jeweiligen community
Fuß fassen.
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